Mit Rene Wichter und Martin Arndt in die Spitzengruppe der Kreisliga A Mit Rene SV Schlebusch II mit neuem Punkterekord

Höchst erfolgreich verlief die Saison 2010/2011 auch für unsere 2. Mannschaft, die lange im Rennen um den Bezirksligaaufstieg mitmischte, über Wochen Tabellenzweiter war und in der Endabrechnung mit 59 Punkten und 70:39 Toren einen sensationellen dritten Tabellenrang erreichte. Dieses Ergebnis stellt einen neuen Vereinsrekord einer Schlebuscher Mannschaft in der Kreisliga A dar. Den alten Rekord hielt die von den Schlebuscher Fußballpionieren Otto Marx (er findet als früherer Vereinschef in der Chronike mehrfach ehrende Erwähnung) und Arno Altendorf gecoachte Schlebuscher Reserve der Saison 1963/1964, die damals 58 Punkte erreichte. Dass sie hierfür weniger Spiele zur Verfügung hatte, sei nur am Rande erwähnt. Heute noch im Ältestenausschuss um das Wohl des SV Schlebusch bemühte Männer mit klangvollen Namen, wie Heinz Asbeck und Robert Linden werden sich an diese Zeit noch gerne erinnern. Die jetzt übertroffene Rekordzahl von 58 Punkten stellte den bislang einzigartigen Vereinsrekord seit 1948 dar. Da Aufzeichnungen aus der Vorkriegszeit nicht verfügbar sind, kann ohne Widerspruch festgehalten werden, dass der jetzige Rekord für die 88-jährige Vereinsgeschichte Gültigkeit haben dürfte. Er wird auf ewig mit den Namen des o.a. Trainergespanns in den Vereinsannalen verzeichnet sein. Dass die letztjährige zweite Mannschaft des SV Schlebusch ihre Aufstiegschancen in den Spielen gegen Abstiegsaspiranten vergab, war zwar ärgerlich, stellt jedoch im Rückblick auf das gesamte Jahr die weit  überwiegenden positiven Eindrücke keineswegs in Frage.

 


Ein Hauch von Oberliga

Zu einem eindrücklichen Nachweis neu erstandener Stärke des Schlebuscher  Fußballs geriet die 1. Hälfte der Saison 2011/2012, die unsere 1.Mannschaft als Herbstmeister beendete. Dabei war der Saisonstart wenig erfolgversprechend, starte man doch mit einer Heimniederlage gegen die starken Friesdorfer, der dann jedoch zwei Auswärtssiege beim als Mitfavorit gehandelten Nachbarn VfL Leverkusen (3:0) und den eigentlich immer als Aufstiegsanwärtern gehandelten Bad Honnefern folgten. Der Sieg beim alten Rivalen von der Tannenbergstraße war natürlich Balsam auf die in den letzten Jahren ein wenig verletzte Schlebuscher Fußballseele, hatte man sich doch über Jahre mit dem Aufenthalt in einer niedrigeren Fußballklasse als der Nachbar abfinden müssen. Teuer erkauft war allerdings der Sieg in Bad Honnef, zog sich doch Mittelfeldspieler Luca Ziegler einen Fußbruch zu und fiel für den weiteren Verlauf der Hinrunde aus. Gleichwohl gelangen bis zur Winterpause noch sechs Siege bei nur zwei weiteren Niederlagen und zwei Unentschieden, was zur Saisonhalbzeit zum Gewinn der inoffiziellen Herbstmeisterschaft  ausreichte. Ein wenig getrübt wurde die Freude allerdings durch eine weitere schwere Verletzung, brach sich doch beim 4:1 Auswärtssieg in Spich Mittelstürmer David Daum das Schienbein und stand für den Rest der Saison nicht mehr zur Verfügung. Dass er später seine Fußballkarriere beim Kreisligisten Flittard fortsetzen würde, war damals noch nicht abzusehen. Hatte man sich nach 15 Spieltagen noch über die Spitzenposition und einen „Hauch von Oberligaluft“ über dem Schlebuscher Bühl gefreut, überwogen dann zum Rückrundenstart Ärger und Unverständnis über einen spektakulären Wechsel. „Vali“ Tsaprantzis, für viele wegen seiner immensen Laufstärke und Torgefährlichkeit neben Daniel Kawohl und Tim Herbel einer der wichtigste Eckpfeiler im Schlebuscher Mannschaftsgefüge, wollte unbedingt zum FC Rheindorf wechseln, der im Juni 2011 gerade erst in die Kreisliga B aufgestiegen war. Das hier sportliche Gründe ausschlaggebend waren ist schwer nach zu vollziehen, spielt man in dieser Klasse doch in der Regel auf „Aschenplätzen“ , selten vor nennenswerten Zuschauerkulissen gegen nicht gerade anspruchsvolle Gegner. Bei der Nennung des Vereinsnamens FC Rheindorfer erinnern sich Insider der Leverkusener Amateurfußballszene unweigerlich an die Zeit der Jahrtausendwende. Fußballer der Rheindorfer Vereine TuS und FC Rheindorf, mal getrennt und mal vereinigt auftretend, für einen kurzen Zeitraum und aktuell wieder als FC Leverkusen im Wettbewerb, hatten plötzlich das Ziel, im Fußball auf Verbandsebene „als Leader sozusagen als Fixstern“ auf der Spitzebene mitzumischen, um alsbald wieder abzustürzen. Der alte Traditionsverein, über Jahrzehnte im Kreisligafussball zuhause, stieg 1998 erstmals in der Rheindorfer Sportgeschichte in die Bezirksliga auf, erreichte bereits 2000 die Landesliga, wurde hier auf Anhieb Dritter, um diese bereits ein Jahr später wieder zu verlassen und den Seniorenfussballbetrieb  wenig später einzustellen.
Doch zurück zum Schlebuscher Fussball:
Der personelle Aderlass war mit dem aus Schlebuscher Sicht wenig ruhmreichen Abschied von Chrisovalantis Tsaprantzis leider noch längst nicht beendet. Ilyas Katar zog es auch zum FC Leverkusen, Hajredin Bedzeti war allzu oft beruflich verhindert, Daniel Heuser pausierte wegen seines Studium, Daniel Kawohl fehlte allzu lange rotgesperrt, und als dann auch noch der nach Marialinden wechselnde Maier und Abwehrchef Dohmen langzeitig verletzt ausfielen, war ein personeller Ausgleich nicht mehr zu bewerkstelligen. Aus diesem Grund gab es in der Rückrunde der Saison 2011/12 nur noch vierzehn Punkte und einen letztlich nur bedingt zufriedenstellenden 5. Tabellenplatz.
Gleichwohl verdienten sich Thomas Renette, sein Cotrainer Stefan Müller und das gesamte Team hohes Lob, hätte man ohne die personellen Handycaps sicherlich weit mehr erreichen können.


Kantersieg und neuer Vereinsrekord zum Saisonausklang

Schlebusch II verpaßt haarscharf den Bezirksligaaufstieg



SV Schlebusch II    :    Casa Espana    11 : 2 (6 : 0)

Mit einen großartigen Schlussakkord beendeten die Schützlinge des Tainerduos Engels und Tuchscherer eine beinahe perfekte Saison mit 19 Siegen, 7 Unentschieden und nur 4 Niederlagen. Zum Bezirksligaaufstieg hätte es gereicht, wenn nur ein einziges Spiel mehr gewonnen statt verloren worden wäre. Das wäre ohne weiteres gegen Aufsteiger  Rheinkassel-Langel möglich gewesen, aber auch die Auftaktniederlage in Stammheim war keineswegs zwingend. So verblieb der Mannschaft der zweite Platz und ein herzlicher Glückwunsch an Aufsteiger Prometheus Köln-Porz,  die bei gleicher Anzahl von Niederlagen halt einmal weniger unentschieden spielten. Überragend und kaum zu toppen dürfte hingegen die Punktausbeute von 64 Punkten bei 79:40 Toren sein, die eine Verbesserung des Vorjahresvereinsrekordes von 59 Punkten, sowie 70:39 Toren bedeutete. Zum Spiel halten wir fest, das unsere 2. Mannschaft wie die Feuerwehr loslegte und bereits in der 2. Minute bei einem wahren Bombardement auf das Gästetor die Blitzführung nur knapp verpasste. In der Folgezeit gab es dann Chancen im Minutentakt, von denen der heute nie zu bremsende Florian Richters eine per Flugkopfball nach seinem fulminanten Kracher auf das Gästetor, den der Torwart der Spanier nur abklatschen konnte, nutzte. Bei Spielschluss standen für ihn schließlich sechs Treffer zu Buche, die in der Vereinsgeschichte, soweit überliefert,  bislang einzig Klaus Weistroffer im Jahre 1990 gutgeschrieben werden konnten. Groß aufspielten heute eigentlich alle Schlebuscher, wobei Bastian Roßkamp neben dem sechsfachen Torschützen mit drei Kunstschüssen ins Gästetor eindeutig die spektakulärsten Szenen zum Kantersieg beitrug. Sein perfekt ins Dreieck des gegnerischen Tores gezirkelter Freistoß zum 5:0 war dabei ebenso das Eintrittsgeld wert, wie sein Distanzschuß aus gut und gerne 35 Metern Entfernung zum zwischenzeitilichen 9:0. Zum zweistelligen Ergebnis trugen schließlich noch Ramon Weistroffer und Denis Barbarski bei, wobei Erster per Kopfball nach Eckstoß und der Zweite mit Volleyschuß aus vollem Lauf den gegnerichen Torwart ohne Chance ließ.Gerne halten wir fest, dass Jeder, der heute nicht dabei war, einen spektakulären Fußballfesttag verpaßt hat.


Fussball kann so ungerecht sein – die Saison 2012/2013

Abschied von Thomas Rennette


Als Thomas Rennette zu Beginn der Saison 2006/2007 sein Traineramt beim SV Schlebusch antrat, tat er dies mit dem erklärten Ziel, etwas aufbauen zu wollen. Wer den früheren Stürmer der Extraklasse näher kennt weiß, dass dies wohl durchdacht und zielführend geplant war. Nach sieben fast immer schönen und erfolgreichen Jahren mit dem Highlight des triumphalen Landesligaaufstiegs 2009 kann man getrost feststellen, dass der Erfolgstrainer Thomas Rennette die in ihn gesetzten Erwartungen vollauf erfüllt hat. Thomas Rennette begann seine sportliche Laufbahn mit sechs Jahren beim VfL Leverkusen, mit dem er als A-Junior in der höchsten deutschen Klasse spielte, um sodann als Vollblutstürmer, zumeist auf der linken Sturmseite, über viele Jahre Torgarant seines Vereins zu sein. Sein Weg führte ihn anschließend zur SSG 09 Bergisch Gladbach und sodann zu den Sportfreunden Baumberg, wo er anschließend ab 1993 seine 1. Trainerstation innehatte. Obschon er bereits mit 27 Jahren seine Trainerlizenz erworben hatte, gab es zunächst noch weitere vier Jahre den Fußballer Thomas Rennette, der 1995 das Training beim VfL Leverkusen übernahm, den er von der Bezirksliga bis in die Verbandsliga führte.  Beim SV Schlebusch heuerte Thomas Rennette 2006 als Cheftrainer an, erreichte auf Anhieb mit seinen Jungs den 3. Tabellenplatz, ein Jahr später die Vizemeisterschaft und 2009 nach einer triumphalen Saison den Aufstieg in die Landesliga. Wo der Fußballer Thomas Rennette war, waren stets der sportliche Erfolge, immer aber auch gute Laune, Frohsinn, Spaß und Freude und nicht zuletzt gesellige Feste und anspruchsvoller, unterhaltsamer  Offensivfußballhöchstfußball  zu Hause. Wäre der Titel des „Feierbiestes“ nicht bereits an Louis van Gaal vergeben, wäre Thomas Rennette sicherlich Anwärter auf diese positive Charakterisierung.
Wie sehr Thomas Rennette den Angriffsfußball liebt und vom wenig unterhaltsamen, rein am  Ergebnis orientierten Fußball rein gar nicht wissen will, weist seine sportliche Statistik beim SV Schlebusch aus. Schossen seine Schützlinge in der 1. Saison unter seiner Regie bereits 68 Tore, waren es im Folgejahr bereits 85, denen im Aufstiegsjahr stolze 113 Tore folgten.
In seiner letzten Saison gabs dann 68 Tore, aber leider auch 54 Gegentore, was leider für den Klassenerhalt nicht reichte (falls nicht die Spruchkammersitzung am 12.06.2013 einen Punktabzug für Rheinbach und/oder den VfL Leverkusen ergeben sollte). In sieben  Meisterschaftsrunden haben seine Schützlinge insgesamt 512 Treffer erzielt. Das sind 73,14 Treffer pro Saison. Mehr als 54 Gegentore kassierten übrigens nur die Mitabsteiger Bergneustadt, Bergfried und Deutz sowie Bonn-Endenich).  Beim SV Schlebusch wusste man diese Ergebnisse immer zu würdigen und hätte allzu gerne auch den Trainer Thomas Rennette weiter in der Verantwortung belassen. Das hätte ihm, soweit überliefert, mit mehr als sieben Trainerjahren den alleinigen 1. Platz in der Trainerstatistik eingebracht, den er nun mit Dirk Dreher teilt.
Im Rückblick auf die Trainerjahre des Erfolgstrainers Thomas Rennette kann man getrost von der „Fußballära Rennette“ sprechen, eine Auszeichnung, die in der Chronik des SV Schlebusch bislang nur Hans-Gerd Konkel wiederfuhr.
Wir hoffen, dass die Feststellung, dass ein Abschied zugleich Neubeginn sein kann, auch für Thomas Rennette gilt. Uns wünschen wir für die Zukunft regelmäßige Besuche unseres Freundes Thomas Rennette bei den Spielen unserer Mannschaften.

Danke, Thomas Rennette!!!!! 


Sie wollen Sie mit vielen Siegen in der laufenden Saison verwöhnen:

Obere Reihe:
Bastian Rosskamp, Florian Richter, Sven Wilk, Tim Herbel, Dominick Dohmen, Tim Breddemann,
Mittlere Reihe:
Physiotherapeutin Rebbeca Esser, Mannschaftsbetreuer H.P. Deutz, Kevin Kumm, Christopher Hinzmann, Thomas Scheidler, Rene Schillings, Ramon Weistroffer, Cotrainer David Gsella, Trainer Stefan Müller
Untere Reihe:
Maximilian Wipperfürth, Tobias Balduan, Marvin Mayer, Dennis Hill, Niklas Deimel, Denis Labusga, Yannik Raufeiser, Lukas Schultens

Es fehlen:
Rene Klüber, Eric Dantz, Sebastian Kügler, Nicklas Schilling


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